Archiv für März 2008

Die Gefahren der Hochtouren

sind nicht zu überschätzen!

Berg-Drama endet glücklich

Fünf Skitourenfahrer sind in der Osternacht in der Bernina-Region gerettet worden. Die Sportler hatten zuvor eine Nacht auf dem Gletscher verbracht, nachdem ein Mitglied in eine Spalte gefallen war.

Wie Rega-Sprecher Gery Baumann erklärte, war eine 50-jährige Frau am Samstagabend in eine Gletscherspalte gefallen, konnte aber von ihren zwei Kollegen und zwei Kolleginnen gerettet werden. Die Gruppe hatte übers Mobiltelefon einen Notruf ins italienische Sondrio abgegeben, wo der Alarm zunächst an die Bündner Kantonspolizei und danach an die Rega weiter gegeben wurde.

Die fünf Skitourenfahrer mussten die Nacht auf dem Gletscher verbringen. Auch am folgenden Morgen war kein Helikopterflug zu den Wintersportlern möglich. Der Rettungschef entschied, kurz nach Mittag mit einer Gruppe Bergführer von der Diavolezza-Bergstation aus zu den fünf Personen in Not aufzubrechen.

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Ueli Steck – die andere Dimension

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Eiger Nordwand in neuem Rekord von 2 Stunden 47 Minuten 33 Sekunden

Ueli Steck rennt neuen Speed Rekord die Eigernordwand hinauf!

Am Mittwoch, 13. Februar 2008 stieg rannte Ueli Steck erneut durch die Eigernordwand. Nach seinem letztjährigen Rekord in der Heckmaier Route (3h54Minuten) wollte er es noch einmal probieren.

„Ich war überzeugt, dass noch mehr Potenzial in der Rekordzeit vom letzten Jahr liegen würde. Zur Zeit befinde ich mich wieder in der Vorbereitung für die nächste Expedition. Das Training verläuft sehr gut und ich konnte meine Leistung in der Ausdauer deutlich verbessern.Die Taktik habe ich auch geändert. Hatte ich mich letztes Jahr noch dreimal mit 15 Metern Seil gesichert, bin ich gestern ohne jegliche Seilsicherung durch die Wand gestiegen. Ich benutzte nur eine Schlinge, die mir erlaubte zwischendurch die Haken einzuhängen.
Die ganze Ausrüstung wurde dadurch noch einmal 3 kg leichter gegenüber der Rekordbegehung vom letzten Jahr. Ausserdem habe ich mein Körpergewicht um 5 kg reduziert. Das heisst, dass ich jetzt 8kg leichter unterwegs war.

Im unteren Wandteil hatte es sehr viel Schnee, was mich extrem viel Kraft gekostet hat. Dafür waren die Bedingungen ab dem „Schwierigen Riss“ nahezu perfekt. Die technisch anspruschvollen Passagen waren sehr trocken und ohne Handschuhe gut kletterbar.

Schlussendlich beträgt die neue Bestzeit 2 Stunden, 47 Minuten und 33 Sekunden.
Zum Glück haben mich meine zwei Helfer am Wandfuss genau beobachtet, und haben mir auf dem Gipfel die Zeit bestätigt.“

Schon der legendäre Ausnahme-Leichtathlet Carl Lewis hat gesagt, man muss den Wettkampf mit sich selber suchen. Diesmal habe ich meinen persönlichen Wettkampf mit mir gewonnen. »

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