Skiarena auf der Engstlenalp – Naturschützer dagegen

Arnold Kappler, Projektleiter des Schneeparadieses Hasliberg-Frutt-Titlis und kämpft für den Zusammenschluss der drei eher kleinen Skigebiete zu einer einzigen, statthaften Skidestination mit an die 200 Pistenkilometern.  Verbindungsglied wäre die Engstlenalp: Sie liegt zwischen dem Einzugsgebiet der Titlisbahnen und den Skianlagen von Melchsee-Frutt.

Die Alp gibt zu streiten: Die einen sehen in ihr ein schutzbedürftiges Juwel der Natur, die andern ein schlecht genutztes touristisches Gelände. Die Gegner befürchten, dies sei nur der Anfang: Längerfristig würden auch die Hänge vom Graustock Richtung Melchsee-Frutt beschneit.

Klar ist aber auch: Dem Naturschutz steht die Rentabilität gegenüber. Das Projekt – mit einem Investitionsvolumen von geschätzten 35 bis 50 Millionen Franken – muss sich längerfristig auszahlen.

Die Gegner wollen das Projekt rechtlich bekämpfen – wenn nötig bis vor Bundesgericht. Und wenn dies nichts nützte, so wollen sie politische Mittel ergreifen. Die Projektleiter stellen sich schon mal auf lange Verfahren ein: «Vor 2010 werden wohl keine Anlagen gebaut», sagt Arnold Kappler. Ob sie danach gebaut werden, ist zumindest unsicher.

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4 Responses to “Skiarena auf der Engstlenalp – Naturschützer dagegen”


  1. 1 doris heiniger März 25, 2008 um 5:57 am

    Das Gebiet der Engstlenalp (vom Jochpass über den Graustock zum Engstlensee und bis zur Tannalp) ist eine besonders schöne Gegend im Oberhasli und in der Schweiz generell. Es ist die Pflicht, dass wir uns für den Erhalt dieser Landschaft mit allen Mitteln einzusetzen. Dem wirtschaftlichen Profitdenken und einem touristischen Expansionswahn muss hier einhalt geboten werden. Bereits im August 2004 schreibt Thomas Gubler, dipl. Geologe ETH, über die Gegend des Graustock: „es darf ohne Übertreibung vom Erbe eines kostbaren und einmaligen Kleinodes gesprochen werden. Unsere Nachkommen haben ein unveräusserliches Anrecht darauf, dieses Erbe in seiner ganzen, unberührten Schönheit anzutreten“.

    Durch eine Konzessionierung und den Bau eines Skilift durch das Schaftal wird der erste Schritt zur Zerstörung dieser Landschaft getan. Es darf nicht sein, dass der Lebensraum der Gämsen und Steinböcke, der Schneehühner und Haselhühner u.s.w. noch mehr eingeschränkt wird, dass diese Landschaft im Stil einer „Salamitaktik“ zerstört und dem Massentourismus geopfert wird.

  2. 2 Simone Claaßen-Bohren Juni 22, 2008 um 5:43 pm

    Man muss nicht alles erobern für profitable Zwecke.
    Die Engstlenalp sollte so schön bleiben, wie sie ist.
    Auch zukünftige Generationen sollen die unberührte
    Schönheit der Schweizer Natur und Tierwelt erleben dürfen.

    Simone Claassen-Bohren, Hamburg

  3. 3 Andi Juli 23, 2008 um 10:27 am

    Auch als begeisterter Pistenskifahrer weiss ich zu schätzen, dass ich – sowohl im Sommer als auch im Winter – noch ruhige Ecken abseits des dümmlichen Skihüttenrummels finde. Wieso muss man immer jeden Flecken Erde touristisch nutzen, nur weil ein paar Irre Marketingheinis das finden?

    Finger weg von der wunderschönen Engstlenalp!
    http://blog.jacomet.ch/?p=701

  4. 4 Mathias September 7, 2008 um 11:22 am

    Finger weg von diesem wunderschönen Flecken Erde.


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