Archiv für September 2007

Hundert Bergsteiger nach schweren Schneefällen vermisst

Im Himalaya werden nach schwerem Schneefall über hundert Menschen vermisst. Mindestens ein Expeditionsteilnehmer soll bereits umgekommen sein. Insgesamt werden vier internationale Bergsteigergruppen, die am 18. Und 19. September zu einer Wanderung aufbrachen vermisst.

Die Expeditionsteams waren zum hinduistischen Pilgerpfad Mana-Harsil im nordindischen Bergstaat Himachal Pradeshzu unterwegs.

Mindestens ein Bergsteiger sei in dem Wetter umgekommen. Angaben über seine Nationalität gab es zunächst nicht.
Die Mannschaft, die mit den Russen unterwegs war, konnte den Berichten zufolge noch eine SOS- Meldung absetzen. Dieses Team sitze auf dem Gangotri-Gletscher fest. Die meisten Teilnehmer sind Inder, darunter Träger, Führer und Köche.

Drei Gruppen begannen ihre Wanderung am 18. September in dem hinduistischen Wallfahrtsort Gangotri, die vierte einen Tag später. Sie sollten am 5. Oktober am Schrein von Badrinath eintreffen.

Die örtlichen Behörden baten das Verteidigungsministerium, Hubschrauber für die Suche nach den Bergsteigern zu schicken.

Quelle: AP 

Wozu auch in die Alpen?

Wozu auch in die Alpen, wozu so weit hinaus
was mir die Alpen bieten, habe alles ich zu Haus.

Das Wetterhorn, das seh ich beständig in meiner launigen Frau
und meine ledige Tochter, die gleicht der Blüemlisau.

Das Schreckhorn mit der Wolke wo die Lawine kracht
ist meine Schwiegermutter, die ich ins Haus gebracht.

Nun kracht es dort beständig zu jeder Jahreszeit,
drum gönnt ich ihr so innig des Himmels Seeligkeit.

Das Finsteraarhorn aber, das meine Tante ist,
die in eisiger Kälte sich mit jedem Gletscher misst.

Das Faulhorn bin ich selber, das weiss ich nur zu gut
seit dem auf meiner Nase das Alpenglühen ruht.

Wozu noch in die Alpen, wozu so weit hinaus,
was mir die Alpen bieten, hab ja alles ich zu Haus.

Lyrik von Hans, Teilnehmer der Schmugglertour 

Bergdrama in Österreich

Es sollte eine leichte Wanderung werden, sie endete in der Katastrophe: Drei deutsche Bergsteiger sind in den österreichischen Alpen im dichten Schneetreiben in akute Not geraten. Zwei Männer brechen zusammen, der dritte muss sich entscheiden, welchen der Freunde er zur rettenden Hütte schleppt.

Die drei befreundeten Männer aus dem bayerischen Amberg und Umgebung hatten sich vom 2177 Meter hoch gelegenen Riemannhaus im Salzburger Pinzgau auf den Weg zum benachbarten Ingolstädter Haus aufgemacht. Nach Angaben der Bergwacht ist es eine Strecke ohne technische Schwierigkeiten oder Absturzgefahr, aber doch „eine hochalpine Wanderung“. Bei gutem Wetter benötigt man ungefähr vier Stunden von der einen zur anderen Hütte – doch es war kein gutes Wetter. Die Bedingungen waren katastrophal.

 

Ingolstädter Haus: Notruf in der Nacht Ingolstädter Haus:

„Das Wetter war extrem schlecht und zusätzlich fing es auch noch zu schneien an“, sagt Bernhard Tritscher, seit 25 Jahren bei der Österreichischen Bergrettung. „Sie haben die Wetterlage komplett falsch eingeschätzt.“Wegen starken Schneetreibens und tiefen Schnees kommen sie nur schleppend voran. „Es hat die ganze Woche geschneit hier oben, das war ihnen also bekannt“, sagt Tritscher. Doch die drei Wanderer unterschätzen die Massen. Immer wieder sinken sie bis zum Bauch in den mehr als einen Meter tiefen Schnee. Es wird dunkel, das Schneetreiben dichter, der Sturm heftiger. Die drei Männer quälen sich, gehen bis an ihre äußersten Grenzen – vergeblich.

300 Meter vor dem Ziel brechen der 43- und der 41-Jährige zusammen. Beide können nicht mehr selbständig gehen. Der Jüngste von ihnen, ein 36-Jähriger, muss sich entscheiden: Einen der drei Kumpel muss er im Schnee zurücklassen. „Er konnte definitiv nur einen nehmen“, sagt Tritscher. „Beide waren in gleich schlechtem Zustand.“ Er hakt den 41-Jährigen ein, schleift ihn mit größter Mühe durch den Schnee. Jeder einzelne Meter muss ihm wie ein Kilometer vorkommen.

Gegen 21 Uhr erreicht der Notruf die Bergrettung in Saalfelde, ausgelöst vom Pächter der Berghütte. Die beiden Wanderer haben das Ingolstädter Haus erreicht – der 41-Jährige befindet sich in lebensbedrohlichem Zustand.

„Für den dritten kam jede Hilfe zu spät“, sagt Einsatzleiter. „Wir fanden ihn keine 300 Meter vor der Hütte, tief in den Schnee eingegraben. So einen tragischen Vorfall, dass einer so knapp vor dem Ziel ums Leben kommt, habe ich noch nie erlebt.“

Die Retter bergen den Toten. Er starb an Erschöpfung. Der Notarzt verarzt den Schwerverletzten. „Er litt unter starken Erfrierungen. Seine Körpertemperatur war bereits unter 30 Grad gesunken.“ Es sind dramatische Stunden, die sich in dieser Nacht auf der 2119 Meter gelegenen Ingolstädter Hütte abspielen. „Der Notarzt konnte den Zustand des Mannes stabilisieren und ihm das Leben gerettet.“ Um 7 Uhr ist der 41-Jährige transportfähig, per Hubschrauber kann er in ein Salzburger Krankenhaus gebracht werden.

„Mittlerweile geht es ihm den Umständen entsprechend. Er schwebt nicht mehr in Lebensgefahr“, haben die Ärzte dem Einsatzleiter mitgeteilt.

So etwas kann auch bei uns passieren. Selbst „leichte Bergwanderungen“ sollten deshalb gut geplant werden.

Quelle: Spiegel Online

Brochhüttenfest im Rosenlauital

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Der SAC Oberhasli unterhält ja die wunderschön gelegene Brochhütte im Reichenbachtal. Am vergangenen Sonntag wurde hier das alljährlich stattfindende Brochhüttenfest gefeiert.

Ein wärschaftes Älplerzmorge, Gummiseil-ziehen, Tyrolienne und die Kletterwand sorgten für leibliche und sportliche Genüsse. Umramt wurde das Fest vom Jodlerklub Meiringen und einer Schwyzerörgeli Truppe.

Das Brochhütten-Fest wurde, bei strahlendem Wetter im wunderschönen Roselauigebiet, wegen vielen umliegenden Festivitäten von zuwenig Personen besucht!

Die Hütte ist praktisch ganzjährig bewartet und bequem, mit Bus oder Auto und ab Schwarzwaldalp in 10 Minuten zu Fuss erreichbar.

Schade, trotzdem empfehle ich jedem Wanderer hier ein paar Tage zu verbringen und die wunderschöne Gegend per Pedes, mit dem Bike, oder im Winter mit den Schneeschuhen zu erkunden.

Schmugglertour | Tag 3

Am 3. Tag früh um 6 sind wir gestartet. Noch bei Nacht marschierten wir von Binn in 1 Stunde nach Heiligenkreuz. Von dort auf steilem und langen Weg hinauf gegen den Kriegalppass. Der steinige Weg ist auf Schweizer Seite gut markiert. Der Aufstieg verlangt einiges an Schweiss und Atem.

Oben auf dem Chriegalpplateau haben wir uns erst mal erfrischt und orientiert. Laut Expertenmeinung sollten wir auf rechter Seite den Pass nach Italien überqueren. Das hat sich dann als Sissiphus-Steinhüpferei herausgestellt. Besser sollte gleich nach dem kleinen Bergsee auf der linken Seite, nahe der Felswand gegangen werden. Unnötig zu erwähnen, dass wir dank eines entgegenkommenden Alpinisten den rechten linken Weg finden konnten. Die Kraxlerei auf allen Vieren eine steile Geröllhalde hinauf bewahrte uns vor aufreibendem Rückzug in die Schweiz. Glücklich, aber erschöpft fanden wir den ausgesetzten Weg zur Schmugglerhütte und hinab zur Alpe Devero. Von hier via Bus bis Domodossola. Dank vorzüglich organisiertem öffentlichen Busbetrieb in Italien (der Anschlussbus fuhr 5 Minuten vor unserer Ankunft ab), durften wir das Vergügen eines klimatisierten Taxis in Anspruch nehmen, das uns bis an den Domodosselschen Bahnhofs fuhr. Nach kleinkarierten Scharmützel mit den Billiettato kam jeder zu einem mehr od, weniger gültigen Bahnbillet in die Nähe seiner Destination. So liegt z.B. für den italienischen bahnbediensteten Fribourg nicht in der Schweiz, ergo gibts kein Billet! Bern kannte man jedoch!

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PS: Es stellte sich heraus, dass unsere Margrith (an Jahren die Älteste – 70+) am Besten von uns allen den 9 stündigen, mühsamen Marsch bewältigte! 😉

Mein Dank an alle: Elisabeth, Regula, Esther, Margrith, Hans und Paul und natürlich Rolli dem Führer, dem wir an dieser Stelle gute Besserung wünschen. Am Sonntag war sein Grippe-Virus noch leicht im Vorteil!

Mehr Bilder hier

Schmugglertour | Tag 2

Die 2. Etappe unserer Tour vom Jungfraujoch nach Italien führte von der Konkordiahütte bis nach Binn.

Abmarsch in der Morgendämmerung hinunter auf den Aletschgletscher, via Ausstieg Eggishorn/Märjelensee bis nach Fiesch.

Von Fiesch mit dem Auto nach Binn ins Binntal, wo wir uns erholen konnten und übernachtet haben.

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weitere Bilder findest du hier

Schmugglertour | Tag 1

Bergführer Roland Frutiger organisierte vom 13. – 16. September die Schmugglertour 07. Sie führt auf abenteuerlichen, verschlungenen und gefährlichen Pfaden vom Jungfraujoch bis nach Italien.

Der 1. Tag führte vom Jungfraujoch bis in die Konkordiahütte.

Start am Jungfraujoch Blick vom Jungfraujoch zur Konkordiahütte Bei traumhaft schönem Wetter marschieren wir angeseilt los, den Aletschgletscher hinunter. Vorbei an imposanten Gletscherspalten , den Blick verklärt, trotzdem hellwach an straffem Seil, die Schönheiten der Natur, aber auch die Gefahren vor Augen

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Plötzlich ein Sturz in die Spalte! Am roten Seil hängend, um mich herum nur Eis. Über mir ein kleines Loch, das rote Seil und der stahlblaue Himmel. Die Ausmasse des Splates sind von Aussen nicht abzuschätzen. Der Spalt ist tief und furchterregend. Nicht auszudenken was in einem Ernstfall passieren kann. Angstlich fragt man sich;- hält der Knoten, können mich die Bergkameraden retten? Wissen sie wie sie mich hochziehen können? Kälte zieht hoch, ein Blick in die Tiefe, uff..

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Dann werde ich von den Kameraden hochgezogen. Das Bild zeigt den Blick aus der Spalte zu meinen „Rettern“. Der Spaltensturz war zwar nur eine Übung, er führte uns aber die Gefährlichkeit des Gletscherwanderns drastisch vor Augen. Roland erklärte uns ausführlich die einzelnen Schritte einer Spaltenrettung. bild6.jpgNicht nur Spalten, auch die Wasserläufe des Schmelzwassers – das sich tief in das Eis frisst, müssen überwunden werden, ohne sich nasse Füsse zu holen!

bild7.jpg Ein einsamer Gletschertisch auf dem Konkordiaplatz!

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Am Fusse der Felswand zur Hütte hinauf, forderte eine steile Treppe einige Schweisstropfen bis wir endlich die Hütte erreicht haben. Eine atemraubende Aussicht und einen wunderschönen Sonnenuntergang liessen die Strapazen vergessen. Das Team der Konkordiahütte bereitete uns ein Menu, das sich selbst in einigen Schweizer Gourmet-Tempeln sehen lassen könnte!

more to come….