Archiv für Juli 2007

Klettersteig Gantrisch

Erfahrungsbericht von Daniel zum neuen Klettersteig am Gantrisch.

Die SAC Sektion Bern – Schwarzenburg hat ihn gebaut. Ein schweisstreibendes Abenteuer für geübte! Zeitbedarf ca. 2 Stunden, nehmen sie sich Zeit.
Die Route: Wasserscheide – Obernünenen – Klettersteig – Gantrisch – Leiterenpass – Obernünenen – Wasserscheide. Schwierigkeitsgrad KS3 – KS4. Meiner Meinung nach eher ein K4, also mittelschwer bis schwer. Es braucht vor allem viel Kraft. Der Steig ist nicht besonders lang, Höhendifferenz ca. 600m. Trotzdem hat es 3 heikle Stellen. Ich empfehle ihn nur zu besteigen, wenn man schon Klettersteigerfahrung mitbringt und eine gute Kondition hat.
Der Klettersteig ist sehr gut abgesichert. Vorsicht bei Gewittergefahr!

20070719-142336-z402.jpg Daniel im Klettersteig blick-gegen-simmental.jpg

zu den Bildern
1) Der Klettersteig
2) Daniel in der Wand, als Eindruck zur Steilheit der Wand
3) Tolle Stimmung gegen das Simmental

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Schmugglertour Jungfraujoch- Italien

Am 22. – 24. July wird eine Gruppe die Schmugglertour vom Jungfraujoch, über den Aletschgletscher ins Wallis und über den Chriegalp- oder Crampiolopass nach Italien in Angriff nehmen.

panorama-a.jpg

Wir hoffen auf einen „swissalpin“ Tourenbericht!

Silvrettahorn

Am 17. Juli folgte dann die Besteigung des Silvrettahorn. Diese Tour von der Silvrettahütte aus war kürzer als die auf den Piz Buin. Trotzdem nicht weniger anstrengend. Der Aufstieg über den Silvrettagletscher normal, dann das steile, mit aufgeweichtem Schnee bedeckte Couloir hinaufklettern. Anstrengend und nicht ungefährlich! Dank umsichtiger Sicherung und herausragender Erfahrung unseres Bergführers schafften wir den Gipfel problemlos. Ein starker Fönsturm auf 3’244m, liess und schlotternd auf dem Gipfel verharren. Der Abstieg war heikel, weil steil und in weichem Schnee und erst noch mit 6 am Seil. Wohlbehalten kamen wir unten auf dem Gletscher an. Kurze Rast, dann zurück in die Silvrettahütte. Packen und abmarsch ins Tal und nach Hause.

Eine tolle Tour, empfehlenswert für etwas geübte „Alpinisten“. Vorzugsweise mit dem Bergführer zu begehen.

Hier noch ein paar Bilder:

silvrettahorn.jpg silvrettagipfel.jpg blickzum-buin.jpg gipfelkreuz.jpg vor-dem-silvrettacouloir.jpg

zu den Bildern:
1) Silvrettahorn vom Piz Buin aus gesehen
2) Gipfelrast im Föhsturm
3) Blick hinüber zum Piz Buin
4) Gipfelkreuz
5) Nach dem heiklen Abstieg, Stärkung auf dem Silvrettagletscher

Hier noch ein Link zu einem Silvretta 360 grad Bild!

Piz Buin | illegaler Grenzübertritt

Am 16. Juli sind wir von der Silvrettahütte aus gestartet. Die Route führte über den Silvrettagletscher hinauf zur Grenze zu Österreich. Weder ein österreichischer Grenzposten noch ein schweizer Gebirgsspezialist war zu sehen. Deshalb haben wir die Grenze halt illegal ins böse feindliche Ausland überschritten.

Die Route führte fast durchwegs über Gletscher. Einige leichte Kletterstellen waren zu überwinden. Schliesslich standen wir vor dem Piz Buin. Ein majestätischer Anblick. Der Aufstieg zum Gipfel forderte von uns einige AngstSchweisstropfen, gespickt mit ausgesetzten Kletterstellen (II Grad) ist er, gut gesichtert, jedoch nicht allzu schwer. Der Ausblick auf dem Gipfel war, dank aussergewöhlicher Fernsicht, atemraubend.

Der Rückweg auf gleichem Weg zurück in die Schweiz, im sulzigem Schnee war ermüdend. Eine Pinkelrast auf dem Silvretta Gletscher. Angeseilt bleiben lautet der Befehl von Bergführer Roland Frutiger. Deshalb schauen wir alle Richtung Schweiz. 😉

Nach gut 9 Stunden waren wir müde aber glücklich wieder in der Silvrettahütte

Hier noch ein paar ausgewählte Bilder:

roli-am-tisch.jpg sonnesilvrettagletscher.jpg bildmitte-pizbuin.jpg vordem-gipfelsturm.jpg gipfel.jpg klosters.jpg gletscherrast.jpg

Zu den Bildern:
1) Roland Frutiger entspannt vor dem Gipfelsturm in der SAC Hütte
2) Die Sonne kommt auf dem Silvrettagletscher, Sonneschutz montieren
3) Bildmitte im Hintergrund der Piz Buin
4) Stärken vor dem Gipfelsturm
5) Auf dem Gipfel, atemraubend mit einmaliger Fernsicht, dank Föhn
6) Blick vom Gipfel zurück in die Schweiz. Unsere Spur im Schnee und hinten ist Klosters zu sehen
7) Pinkelpause

Hochtour Piz Palü

dsc_0015.jpg

Diese Hochtour mit 5 Teilnehmern fand am 8. – 10. Juli statt.
Leider spielte das Wetter nicht mit. Ein Wintereinbruch mit 20 cm Neuschnee auf der Diavolezzahütte verhinderte, dass der Piz Palü bestiegen werden konnte.

Der Abstieg über den Morteratschgletscher war trotzdem ein eindruckvolles Erlebnis in dieser einzigartigen Region des Bündnerlandes.

start-im-nebel.jpg pause.jpg ev.jpg prepare.jpg

zur Entspannung noch ein Sprudelbad im höchstgelegenen Alpenpool Europas! 🙂

bad.jpg sprudelbad.jpg klettersteig.jpg
Das verwaiste Bad nach dem Schneefall!

Der Bergführer

Roland Frutiger im Gespräch mit seinem Gast.

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Bild: In der Bergbahn hinauf zur Diavolezzahütte auf 3’000m